Nun
sind es noch 27 Tage, bis es für mich endlich losgeht - 12
Monate in die USA nach St. Louis, Missouri.
27
Tage...eine verschwindend kleine Zahl, wenn man bedenkt, dass bald
365 Tage auf mich zukommen.
Zeit,
die schnell vergeht, wenn man an die bevorstehenden Abschiede denkt,
Zeit die langsam vergeht, durch die Aufregung auf das bevorstehende
Jahr.
Auf
der einen Seite macht sich Vorfreude in mir breit, auf der anderen
Seite gibt es auch Momente, in denen Zweifel kommen - war es
überhaupt die richtige Entscheidung?
Letzten
Endes bin ich mir aber ziemlich sicher: Es ist die richtige
Entscheidung.
Für
ein Jahr werde ich nun zusammen mit Magda, ebenfalls von der EKiR
(Evangelischen Kirche im Rheinland) in einem Heim für sexuell und
physisch misshandelte Kinder arbeiten.
Das
Heim befindet sich auf einem Campusgelände, auf dem es außerdem noch
ein Nachbarschaftszentrum mit Hausaufgabenbetreuung, eine Schule und
einen Kindergarten gibt.
Vormittags
werden Magda und ich im Kindergarten helfen, mit den Kindern (1-4
Jahre) spielen, basteln, lachen und lernen.
Es
kann auch vorkommen, das wir den Hausmeister in seinen Tätigkeiten
unterstützen, sei es im Garten oder auf dem Campusgelände.
Nachmittags
machen wir dann Sport oder ähnliches mit den Jugendlichen, die auf
dem Campusgelände wohnen.
Es
liegt ein langer Weg hinter mir. Die Entscheidung einen
Freiwilligendienst zu machen, die Bewerbung, die Auswahltage, die
Ungewissheit, ob man genommen wird, die Zusage, das Zwischenseminar
und nun steht mir nur noch der Ausreisekurs bevor, danach kann es
endlich losgehen. Meiner Ausreise im September steht nun also fast
nichts mehr im Wege. Das Visum ist beantragt, die Impfungen
abgeschlossen und auch sonst sind alle wichtigen Dinge vorbereitet.
Trotzdem
fallen einem immer wieder Kleinigkeiten ein, die man dringend noch
erledigen muss, bevor es los geht.
Je
näher die ersehnte Abreise kommt, desto näher rückt auch der
Abschied von Familie und Freunden. Ein Abschied, der mir sicherlich
nicht leicht fallen wird, als alter Homie. ;-) Aber gerade aus diesem
Grund bin ich froh, wenn es nun endlich losgeht und das Jahr beginnen
kann.
Das ganze Jahr, das ich nun einen Freiwilligendienst, wird durch die Kirche und Förderern finanziert. Umso wichtiger ist es, das jeder Freiwillige einen Unterstützerkreis aufbaut. Denn ohne solche Spenden könnte ein solcher Dienst nicht aufrecht erhalten werden. Wenn ihr also Interesse habt einen solchen Dienst zu unterstützen, dann wendet Euch gerne an mich. Auch eine kleine Spende ist eine riesen Hilfe. An dieser Stelle auch schonmal: Vielen Dank an alle meine Sponsoren, ohne Euch wären solche Projekte nicht möglich.
Wer selber Interesse an einem solchen Friedensdienst hat, kann mir gerne schreiben, oder sich direkt bei der EKiR informieren. (www.aktiv-zivil.de)
(http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/42/St_Louis_Missouri_skyline_over_arch.jpg)

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