Sonntag, 16. August 2015

FAMILY - Where Life Begins & Love Never Ends

Am 01. Juli war es dann endlich soweit.
 Während ich also auf meiner eigenen Party fehlte, weil ich die Einzige war, die davon nichts wusste, saß ich am Flughafen und wartete auf Mama und Antonia. Nach einer gefühlten Ewigkeit, kamen die beiden dann endlich raus und vor lauter Freude endete das ganze in einem Wasserfall aus Tränen. Die erste Woche verbrachten wir in St. Louis und haben uns so ziemlich alles Sehenswerte angeguckt, was es in St. Louis so gibt. Ich glaube, ich habe in dieser einen Woche mehr gesehen, als in meinem ganzen restlichen Jahr. Meistens landeten wir am Ende des Tages dann in irgendeiner Mall. Ja, wir haben geshoppt bis zum Umfallen. Naja, so ist das mit drei Frauen. Ansonsten haben wir viel gekocht und ich habe das gute Essen genossen. Zum Abschluss wurde mir sogar noch Suppe und Spagetthi zum Einfrieren gekocht, damit ich die letzten vier Wochen noch gut essen kann. Außerdem wurden auch gefühlte 50 Brote, fertig geschmiert, in der Kühltruhe deponiert. Es war ein Traum. Mit Mama ist es doch am schönsten.


Glücklicher Weise hat sich diese Woche echt hingezogen. Normalerweise vergehen solche langersehnten, spaßigen Wochen ja immer schnell vorbei, aber nicht diese.
Nachdem die Woche dann trotzdem irgendwann vorbei war, ging es für uns drei weiter nach Los Angeles. Netterweise sind Mama und Antonia nur mit einem vollen Koffer angereist und konnten so schon eine volle Ladung von mir mit nach Hause nehmen! :))
In Los Angeles wurden wir dann von Herbert empfangen, der schon ein paar Tage vorher nach Los Angeles gereist war. Unsere Koffer waren dann auch ziemlich schnell da, aber leider war der Kofferraum unseres Leihautos nicht groß genug um all unsere Gepäckstücke einzuladen. So setzten wir diese Reise mit einem Koffer auf dem Schoß fort. Ich muss allerdings sagen, dass das Auto die Umstände wert war. Man fährt ja nicht alle Tage mit einem Chevrolet Cabrio durch die Gegend. Am Apartment angekommen luden wir erst einmal alle Sachen aus und fuhren einkaufen.
Später trafen wir uns dann mit Freunden von Antonia in Hollywood am Walk of Fame und verbrachten dort dann auch den Rest des Tage.
 Am nächsten Tag ging es dann mit dem Tandem und zwei weiteren Fahrrädern die Strände von Los Angeles entlang. Und zum Abschluss ging es an unserem letzten Tag zu den Universal Studios in Hollywood. Auf jeden Fall ein Erlebnis, auch, wenn ich insgesamt mehr erwartet hätte.

Nachdem das Cabrio dann in einen Jeep umgetauscht war, wurde dieser beladen und uns erwartete eine fünf Stunden Fahrt nach San Francisco. Immer entlang des Highway 1 fuhren wir die meiste Zeit am Strand entlang, machten Pause in einem National Park, in dem man Seelöwen beobachten konnten, stoppten in St. Barbara zum zweiten Frühstück und machten auch hier und da noch kleine Pausen.

Endlich in San Francisco angekommen, war es dann gar nicht so leicht, bis zum Hostel zu kommen. Zwar hatten wir dieses sofort gefunden, jedoch hinderten uns jegliche Einbahnstraßen daran, in die richtige Straße einzubiegen. Irgendwann haben wir es dann aber doch geschafft. In der Zeit in der wir eincheckten, brachte Herbert das Auto zurück.
An unserem ersten richtigen Tag liefen wir dann erst einmal runter zum Fishermans Wharf. Vielleicht sollte ich eher sagen wir liefen rauf und runter, denn von ebenen Straßen kann man in San Francisco ja mal überhaupt nicht sprechen.
Insgesamt war der Fußmarsch etwas länger als erwartet, aber wir sind ja sportliche Menschen, nicht wahr?
Nachdem wir also alles erkundet hatten, fiel mir ein, dass doch heute ein Baseballspiel im Stadion der Dodgers stattfindet. San Francisco gegen Philadelphia. Deswegen machten wir uns auf den Weg, um wenigstens noch das Ende mitzubekommen. Wir erreichten das Stadion im siebten Inning und fanden einen kostenlosen Stehplatz hinterm Stadion, auf Feldhöhe, direkt an der First Base, ziemlich cool.
San Francisco gewann und wir waren kurz davor zu gehen, als sich plötzlich eine riesige Schlange vor uns bildete. Wir völlig nichtsahnend, haben uns dann einfach ganz vorne mit eingereiht, als plötzlich die Tore geöffnet wurden und ich mich ins Stadion laufen sah. Mit vielen Kindern im Trikot, lief ich also alle Bases ab, ohne wirklich zu wissen, was ich da tue. Am Ende wurde man dann auch ziemlich schnell wieder rausgeschleust, aber es war auf jeden Fall ein cooles Erlebnis. Im Nachhinein habe ich dann erfahren, dass Kids Baserun war, naja, ein bisschen bin ich ja auch noch ein Kind. :P
Abends kamen dann auch Erik + Familie in San Francisco an. :))

Am nächsten Tag machten wir dann zusammen mit Erik eine Radtour am Ufer entlang in Richtung Golden Gate Bridge. Nach einer kurze Stärkung mit Kaffe und Gebäck ging es dann hoch auf die Golden Gate Bridge. Von dort aus hat man eine traumhafte Aussicht über die Stadt. Vom Aussichtspunkt auf der anderen Seite fährt man dann runter nach Sausalito. Und von dort aus setzt man dann mit der Fähre über nach San Francisco. Während der Überfahrt lässt man Alcatraz rechts liegen und erreicht San Francisco am Pier 1. Von dort aus ging es mit dem Fahrrad zurück zum Fishermans Wharf. Abends sind wir dann Essen gegangen.


Am letzten Tag in San Francisco sind wir dann shoppen gegangen, jede Menge Cablecar gefahren, durch den Golden Gate Park gelaufen, am Strand gewesen, die Lombard Street (Ein Straße voller Blumen) hochgelaufen und Abends Essen gegangen.

Der nächste Tag bestand dann vor allem darin zum Flughafen zu kommen und sich zu verabschieden...traurige Sache, sich noch einmal für vier Wochen verabschieden zu müssen, aber als ich dann wieder in St. Louis war, hatte mich der Alltag dann doch schneller wieder als gedacht.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen