Samstag, 13. September 2014

Ich bin gut angekommen!

Sooo, nun bin ich schon fast 10 Tage in St. Louis, aber ich denke, ich fange jetzt erstmal mit unserer Anreise an und erzähle Euch im nächsten Post über meine erste Woche hier.

Also gut, Donnerstag (04.September) ging es für Magda, Paula, Wiebke und mich dann endlich los. Von Düsseldorf aus erstmal nach Chicago und dann weiter nach St. Louis.
Bin dann also mal so um 06.00 Uhr aufgestanden, war eine runde Inlinern und dann auf zum Flughafen. Ich war so froh, die anderen am Flughafen zu sehen.

Bei der Gepäckaufgabe kam dann der erste kurze Schock für Magda und mich...1kg Übergepäck...glücklicherweise wurden da mal zwei Augen zugedrückt. :-P
Ich war echt erstaunt, wie ruhig ich geblieben bin und wie entspannt ich meine Familie verabschiedet habe, durch die Sicherheitskontrolle gegangen bin und mich gefreut habe, dass es jetzt losgeht.
Nach einer kurzen Orientierung haben wir uns dann alle erstmal was zu essen und zu trinken gegönnt, bevor wir dann durch die Passkontrolle und zum Gate mussten.
Der Flug nach Chicago verlief dann recht unspektakulär, bis auf die Feststellung, das wir alle Flugluschen sind.
Kurz vor der Landung dann..natürlich nur zur Spannungssteigerung, kam es dann zu einem kurzen Kreislaufcrash von Magda und mir.
Nun ja, da waren wir jetzt also..United States of America..und es stand uns nun der wohl aufregendste Teil der Einreise bevor: Das Immigration Office, welche letzten Endes entscheidet, ob und für wie lange man ein Visum erhält.
Was soll ich sagen? Charmant wie ich bin, habe ich natürlich direkt mein 1-Jahresvisum erhalten. Auch wenn mein Officer wirklich nicht sehr nett war. Die anderen hatten da eher nicht so viel Glück, die haben leider alle nur ein 6-Monatsvisum erhalten und mussten noch zu den Supervisorn. Tja, schade.
Das Ergebnis: Ida forever alone mitten in der Gepäckausgabe des Chicago Flughafens.
Magda hat das Interview dann aber relativ schnell hinter sich gebracht und kam dann nach einer Stunde endlich wieder raus. Die anderen mussten wir ohne große Verabschiedung zurücklassen, damit wir unseren Anschlussflug nicht verpassen.
Wir holten also unsere Koffer, zogen sie durch den Zoll und gaben sie nach dem Zoll wieder auf.
Durch die Größe des Flughafens mussten wir dann eine Bahn nehmen, die uns von Terminal 5 zu Terminal 1 kutschierte.
Wir waren heilfroh, dass bis jetzt alles so gut geklappt hat (außer Magdas Einreise), diese Euphorie wurde dann aber 5 Minuten später zunichte gemacht.
Flug nach St. Louis um 17.55 hat leider 8 Stunden Verspätung...
Also kam es zur spontanen Planänderung..Flug umbuchen. Wir schafften es also am Customer Service des Flughafens, einen früheren Flug zu ergattern. (Zum Glück waren wir noch recht früh dran, danach gab es nämlich eine riesige Warteliste für den Flug!).
Um die Wartezeit zu überbrücken ging es dann erstmal zu McDonalds..war natürlich ganz was anderes als bei uns. ;-)
Um 20.05 sollte es dann also endlich weitergehen und ehrlich gesagt kam dann so langsam auch die Müdigkeit, wir waren zu diesem Zeitpunkt ja schon 24 Stunden auf den Beinen.
Beim Einsteigen ins Flugzeug wunderten wir uns dann, warum das Handgepäck auch aufgeben werden musste..was uns beim Betrachten der Maschine jedoch schnell klar wurde.. Das dieses Flugzeug auf dem Weg zur Startbahn nicht auseinandergebrochen ist, ist ein wahres Wunder!
So an sich hatten wir auch geregelt, dass unser Gepäck mit ins Flugzeug kommt, das hat dann aber leider doch nicht so ganz funktioniert und Magda konnte aus ihrem Fenster beobachten, wie unsere Koffer auf dem Rollfeld zurückblieben.
Dann also ohne Koffer.
Das störte mich in diesem Moment allerdings nicht sonderlich, da ich mich freute im Flugzeug zu sitzen, Musik zu hören und zu schlafen. Jaaaa...Pustekuchen.
Mein Sitznachbar war ein Student aus St. Louis, der gleich angeregt drauf los redete und ich wohl oder übel mit ihm redet musste. (Nein quatsch, er war auch ganz nett, aber ich wollte halt schlafen).
Und dann auch noch das i-Tüpfelchen des Tages unser Flieger muss noch eine Stunde auf die Starterlaubnis warten.
Nach einer Menge bla bla schaffte ich es dann Magda mit ins Gespräch einzubinden und es ihr dann vollständig zu überlassen. LUCKY ME: Ich konnte endlich schlafen! Ganz tief in meinem Inneren hatte ich auch schon ein bisschen Mitleid mit Magda, aber dafür hat sie jetzt seine Handynummer, ich mein, dat is doch auch was nettes. :-D (Ich muss dazu sagen, es war ein Informatik-Student mit Arschhose und Hochwasser, aber whatever)

Dann in St. Louis gelandet wurden wir von unserer Mitbewohnerin Wendy, aus Frankreich, und unseren beiden Supervisorn Julie und Regina abgeholt. Wie gesagt, ohne Gepäck, aber uns wurde zugesichert, das es am nächsten Morgen nachgeliefert werden würde.

Nach einem kurzen Hitzeschlag, erreichten wir dann das Auto und nach einigen Minuten waren wir auch schon in unserem neuen Zuhause.
Allerdings freuten wir uns vor allem auf ein Bett. Wir zogen es vor, zunächst in einem Zimmer zu wohnen, damit wir nicht so einsam sind. ;-)

So viel erstmal zu meiner Anreise, morgen werde ich Euch dann von meiner Woche berichten.

See you,
Ida



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