Samstag, 27. September 2014

Ida forever alone

Irgendwie fällt mir auf, dass die Zeit hier ziemlich schnell vergeht und schwups ist wieder Wochenende und Zeit mal wieder von sich hören zu lassen.
Ich habe mir aber überlegt, kürzer und öfters zu schreiben, würde ich persönlich nämlich eher lesen, als die ewig langen Texte. :-D

Es wurde also Montag und für mich begann die Woche ganz normal, aufstehen, fertig machen, arbeiten. Nicht so allerdings für Wendy und Magda, den beiden ging es an diesem Tag nicht so gut und deswegen entschieden beide, an diesem Tag besser zu Hause zu beiben, da Miss Valorie, die Leiterin vom Early Ed, uns ausdrücklich gesagt hat: "Don't come to work!!!! I don't want to see you here, when you're sick!" Zu diesem Zeitpunkt wusste allerdings noch niemand, wie diese Geschichte enden würde. Einige Kinder aus dem Early Ed waren bereits an einem Margen-Darm-Infekt erkrankt, deswegen hat sich zunächst auch niemand etwas dabei gedacht.
Ich habe also normal weitergearbeitet. An diesem Tag, hatten wir besuch von zwei Frauen, die überprüfen sollten "how smart the kids are". Ich musste die Kinder also im Halbstundentakt ins Schulgebäude neben dem Early Ed bringen. Dort wurden dann verschiedene Geschicklichkeitsspiele mit ihnen gespielt und anschließend Punkte für jedes Kind vergeben. Überzeugt war ich von dem Ergebnis und diesem System an sich allerdings nicht besonders. Ein Beispiel ist ein 3-jähriges Mädchen aus Group 2, die nun seit etwa einem Monat im Kindergarten ist und viel Heimweh hat. Dementsprechend hat sie zu Beginn nicht viel gesprochen und viel geweint. Meiner Meinung nach ein völlig normales Verhalten, für ein kleines Kind. Doch als ich sie wieder von der Schule abholte, brabbelten die beiden Frauen schon auf mich ein, dass dieses Kind nicht sprechen könnte und das es dringend eine Therapie braucht usw.. Ich habe dann erklärt, dass sie neu ist und nicht viel spricht, nur, wenn man mit ihr alleine ist. Doch die Frauen wollten nur wissen, in welcher Umgebung sie aufwächst, wie alt die Mutter ist und waren der festen Überzeugung, dass sie dringend Hilfe benötigt. (Jetzt spricht sie relativ normal und weint überhaupt nicht mehr)
Naja, so verbrachte ich dann die Woche, spielte Vater, Mutter, Kind oder music chair (Reise nach Jerusalem) mit den Kindern und sobald ich zu Hause war, kümmerte ich mich um mein krankes Huhn, ging einkaufen und so ging die Woche dann ziemlich schnell vorbei.
 Ida immernoch forever alone. Alle krank.
Ansonsten war die Woche zunächst nicht sehr ereignisreich.
Bis bald,
Ida

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